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Geo
Special "Berlin" von 1986
WEST-BERLIN:
Im Abseits die Mitte - seltsam, dass Berlin so lange gezögert hat,
sein zerstörtes Zentrum vor dem Brandenburger Tor und rund um den
Potsdamer Platz wiederaufzubauen. Der Autor zeigt, wie hilflos man mit
der heillosen Geschichte umgeht. Heute wird hier ein Kultur-Las-Vegas
geplant
MAUER: Leben mit dem unmöglichen Bauwerk - es gibt Gärten,
die werden durch die Mauer geteilt, Campingplätze, die an das Niemandsland
grenzen, und Wildnisse, die nur entstanden sind, weil die Mauer heimliche
Reservate abgeteilt hat. Immer an der Wand lang gegangen ...
AUSLÄNDER REIN !! Exilstadt und Asylstadt - eine Ausländerstadt
war Berlin schon immer - von den Hugenotten bis zu den Türken, ohne
die es Kreuzberg so nicht gäbe. Viele Flüchtlinge wollen in
keiner anderen deutschen Stadt leben
GRÜNES OST-BERLIN: "Einmal Müggelsee mit Kaffee
und Kuchen" - größter See Berlins, populärstes Ausflugsziel
der Großstadtmüden. Seit Theodor Fontane die Landschaft beschrieb,
hat sich vieles geändert, geblieben ist die vergnügte Begeisterung,
mit der die Berliner ihre Reviera genießen
SZENE WEST: Schön schräg und schrill und scharf - im
alternativen Off ist mit das Beste, was die Stadt zu bieten hat. Freie
Theatergruppen und heiße Musiker machen dem Staatsschauspiel Konkurrenz.
Es gibt sogar einen Rockbeauftragten des Senats
ATELIERS: Künstler mittenmang und jotwedee - manchmal ist
ein stillgelegter Bahnhof, ein Kutscherhaus oder ein Pumpwerk: Künstler
finden Räume und Anregung in noch nicht sanierten, zerbröckelnden
Stadtquartieren
PRESSE-FOTO: Tatort Berlin - eine deutsche Geschichte. Schwarz
auf Weiß haben Fotojournalisten Berlins bewegte Geschichte festgehalten
- von der Reichsgründung bis in die Tage der Teilung. Das Millionendorf
in Glanz und Gloria, Elend und Wiederaufbau
SZENE OST: "Komm Käthe - die Kuh fliegt" - was nicht
gern gesehen wird, das macht sie scharf. Ost-Berlins Szene orientiert
sich an westlicher Pop-Kultur und umgeht en staatlichen Anspruch, indem
sie sich Freiräume im Privaten sucht. Die Kirche spielt meistens
mit
BERLINERINNEN: "Ich könnte ausrasten, wenn die Westdeutschen
mit der Mauer anfangen" - sagt Lehrküchenleiterin Gabi Bauer.
Berlinerin ist, wer trotz aller Schwierigkeiten hierbleibt. Frauen sind
die Stärke der Stadt
WIRTSCHAFT: Wo die Subventionen fließen - West-Berlin ist
Subventionsparadies. Politiker und Unternehmen schildern, wie sie mit
welchen Mitteln die Berliner Wirtschaft auf die Beine stellen wollen.
Innovationen und High-Tech und die Forderung an die Selbstständigen,
wagemutiger zu werden
STADTMITTE OST-BERLIN: Die halbe Hauptstadt - die Mitte der DDR-Hauptstadt
ist ihr westlichster Außenbezirk. Geographie ist in Berlin immer
politisch. Ost-Berlin ist in jeder Hinsicht Zentrum der DDR. Wo man aber
auch täglich spürt, dass es jenseits der Mauer ein anderes Berlin
gibt
ALLIIERTE: Das Regiment der Schutz-Herren - sie haben das letzte
Wort. Die oberste Gewalt liegt bei den Besatzungsmächten. GEO besuchte
sie in ihren eigenen Dörfern, wo sie ihre Bräuche wie im Mutterland
pflegen. So hat West-Berlin auch immer was von Dallas, Bristol und Auteuil
ausserdem: wunder deutscher Punkt: von Herzen mit Schmerz in Berlin
- Kesse Pflanze: die "taz" im deutschen Blätterwald, einzige
überregionale Zeitung West-Berlins - Türkische Sportler: zu
erfolgreich und darum zu Berliner Meisterschaften nicht mehr zugelassen
- Safari: kleine Schmuggler umgehen den Westberliner Zoll - Aspen-Institut:
vom Salon zur Denkfabrik - Männchen: Dieter Hildenbrandt erinnert
an drei Erlebnisse in und um Berlin - auf der Straße: Ostberliner
Beobachtungen und Reflexionen
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