Erneuerbare
Energien wie Windkraft und Wasserkraft, Bioenergie und Solarenergie
garantieren Versorgungssicherheit
"Erneuerbare
Energien gewährleisten Versorgungssicherheit. Die angebliche Energielücke
ist vor allem eine Angstkampagne der konventionellen Energiewirtschaft".
Ziel ist es, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern und
weiterhin kostenlose CO2-Zertifikate zugeteilt zu bekommen.
So muss die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) den Preisentwicklungen
auf den Rohstoffmärkten Rechnung tragen und weiteres Wachstum von
Windkraft und Wasserkraft, Bioenergie und Solarenergie sowie Erdwärme
ermöglichen. Mit einem wirksamen Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz
kann der Prozess beschleunigt werden, Heizöl und Erdgas mit Erneuerbaren
Energien aus dem Heizungskeller zu verdrängen. Für die Stromerzeugung
steht dann mehr Gas zur Verfügung, ohne die Importabhängigkeit
zu erhöhen.
Die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien ist zuletzt pro Jahr um
mehr als 10 Milliarden Kilowattstunden gewachsen. Allein dieser jährliche
Zuwachs entspricht der Jahresproduktion von ein bis zwei konventionellen
Großkraftwerken. Nach dem Ausbauszenario des BEE werden im Jahre
2020 mehr als 35 Prozent des deutschen Stromverbrauchs mit Erneuerbaren
Energien abgedeckt. Im Wärmesektor können die Erneuerbaren
Energien bis 2020 mindestens 20 Prozent des Bedarfs abdecken. Erneuerbare
Energien können Strom verlässlich und nachfragegerecht produzieren.
Mit dem regenerativen Kombikraftwerk wird bewiesen, dass die Vollversorgung
technisch machbar ist.
Der deutsche Windenergiemarkt ist 2007 um 25 Prozent gegenüber
dem Vorjahr eingebrochen. Die aktuellen Vergütungen sind im Jahr
2004 festgelegt worden. Man benötigt jetzt eine moderate Anpassung,
um die von den Herstellern nicht beeinflussbaren Preissteigerungen bei
Stahl, Kupfer und anderen Rohstoffen zumindest teilweise zu kompensieren.
Die Bioenergie ist zusätzlich zu den Entwicklungen bei Stahl und
Kupfer von dramatischen Preissteigerungen auf den Weltagrarmärkten
und damit bei den Einsatzstoffen für Biogasanlagen betroffen. Ein
Zusammenbruch dieses Marktes hätte dramatische Folgen für
ländliche Räume, in denen die regenerative Energieproduktion
eine wichtige Säule der wirtschaftlichen Entwicklung geworden ist.
Im Jahr 2007 ist der landwirtschaftliche Biogasanlagenmarkt nahezu vollständig
zusammengebrochen.
Vielfach unterschätzt wird in der laufenden Stromdebatte das Potenzial
der Solarenergie. In spätestens zehn Jahren wird Solarstrom wettbewerbsfähig
mit den Verbrauchertarifen für konventionellen Strom sein. Sobald
Solarstrom vom eigenen Dach günstiger ist als Strom aus der Steckdose,
wird Solarenergie zu einer tragenden Säule der Stromversorgung.
Die im Erneuerbare-Energien-Gesetz verankerte Solarförderung darf
allerdings nicht zu schnell reduziert werden. Die Solarwirtschaft steht
einer maßvollen Degression nicht im Wege, die im Entwurf vorgesehene
schnelle Rückführung der Vergütung um bis zu 9,8 Prozent
ist für eine große Anzahl der Solarunternehmen jedoch existenzbedrohend.