Natürliche
Holzfassade aus heimischem Holz bei Altbausanierung oder Neubau
Immer öfter
werden Holzfassaden vom Hausbesitzer bei Baurenovierern oder Neubau
eines Gebäudes genutzt. Angesichts der über viele Tage im
Jahr herrschenden Schmuddelwetterlagen stellt sich allerdings mancher
Intessent einer Holzfassade die Frage, welches Holz bei durchschnittlich
fast 1000 Litern Niederschlag pro Quadratmeter und Jahr für heimische
Witterungsverhältnisse überhaupt geeignet ist.
Tropenhölzer wie Teak, Bangkirai oder Meranti sind nach Ansicht
vieler Experten materialseitig eine gute, wenn auch nicht ganz billige
Lösung, weil diese Hölzer auch unbehandelt lange haltbar sind.
Allerdings stammt nicht jedes angebotene Tropenholz aus kontrolliertem
Plantagenanbau und der Transport nach Europa verbraucht zudem wertvolle
Energie, ist also vor allem unter ökologischen Gesichtspunkten
zu diskutieren. In vielen Fällen wird deshalb bei heimischen Hölzern
derzeit Lärche oder Douglasie gewählt, weil diese harzhaltigen
Nadelhölzer ebenfalls ohne Anstrich Wind und Wetter trotzen.
Thermoholz aus heimischem Laubholz wie Buche, Pappel oder Esche bildet
seit einiger Zeit eine weitere attraktive Alternative. Thermoholz wird
durch das `Backen´ in speziellen Thermoöfen mindestens so
witterungsbeständig wie Tropenholz, es stammt aus heimischen Wäldern,
ist im Unterschied zu Lärchenholz nicht harzabsondernd, praktisch
astfrei und weist einen völlig anderen Farbton als Nadelholz auf.
Speziell Pappel ist momentan absolut `in´ und wird überwiegend
in Form von Rhombus-Profil-Fassaden verbaut.
Holz als Fassadenmaterial hat grundsätzlich viele Vorteile: einfache
Verarbeitbarkeit, kurze Montagezeiten, ein überzeugendes Preis-Leistungsverhältnis
und gute Eigenschaften hinsichtlich Wärmedämmung. Zudem entspricht
Holz dem wachsenden Bedürfnis vieler Hausherren nach einem ökologischen
Baustoff und einer naturnahen Optik. Dem steht als einziger Nachteil
entgegen, dass die meisten unbehandelten Holzarten den mitteleuropäischen
Klimaverhältnissen auf Dauer nicht widerstehen. Bisher gab es deshalb
für den Bauherrn eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder
das Holz lackieren bzw. lasieren oder auf Nadelholzvarianten wie Lärche
oder Douglasie ausweichen.
Der Trend geht allerdings derzeit hin zu unbehandelten Hölzern:
aus optischen Gründen - schließlich will man sehen und zeigen,
dass es sich beim verwendeten Material um Holz handelt - , und vielen
ist der Pflegeaufwand für oberflächenbeschichtetes Holz einfach
zu groß. Die Zeitabstände für die Oberflächenbehandlung
sind relativ eng, selbst das Deutsche Lackinstitut empfiehlt in einer
aktuellen Meldung, dass Dickschichtlasuren alle vier bis fünf Jahre
und deckende Lacke alle fünf bis acht Jahre erneuert werden sollten.
Lärche und Douglasie müssen nicht lackiert oder lasiert werden.
Sie widerstehen auch unbehandelt den widrigen mitteleuropäischen
Wetterverhältnissen. Allerdings sondert gerade die Lärche
relativ viel Harz ab, was insbesondere beim direkten Kontakt mit bis
zum Boden reichenden Holzfassaden zum Problem werden kann. Außerdem
mag nicht jeder die vielen Astansätze und die typisch graue Patina,
die unbehandeltes Lärchen- oder Douglasienholz im Laufe der Zeit
entwickelt.
Mit dem Thermoholz `proGoodwood´ ist es nun gelungen, die ökologischen
Vorteile heimischer Hölzer mit den produktspezifischen Vorteilen
von Tropenholz zu kombinieren, ohne die typischen Nachteile von Nadelholz
in Kauf nehmen zu müssen. Das Thermoholz überzeugt mit höchster
Widerstandsfähigkeit, Top-Qualität, einer astfreien Oberfläche
und einem durchgängig einheitlichen Farbton. Im Unterschied zu
Nadelholz wie Douglasie oder Lärche entwickelt proGoodwood-Laubholz
im unbehandelten Zustand im Laufe der Zeit eine gleichmäßige
fein-silbergraue Patina statt eines dunkelgrauen bzw. grauschwarzen
Farbtones.
Die Ursprünge dieser `Thermobehandlung´ gehen auf die Wikinger
zurück, die das Holz für Gebäude und Schiffe auch über
Feuer dauerhaft machten, wie gut erhaltene Holzfunde zeigen, die viele
hundert Jahre alt sind. Das heutige Thermoverfahren wurde zunächst
vor allem in Skandinavien zur Optimierung der Materialeigenschaften
von Nadelholz eingesetzt, bevor es nun auch verstärkt als chemiefreie
Großserientechnik in der Laubholzbehandlung zur Anwendung kommt.
Nach der Standardtrocknung wird das Schnittholz mittels Spezialwärmebehandlung
für etwa 3 Tage in Material schonenden Thermokammern auf bis zu
210°C erwärmt. Dadurch verändern sich die physikalischen
Eigenschaften und die innere Struktur des Holzes nachhaltig. Die Behandlung
wandelt die zuckerartigen sowie die Wasser anziehenden Bestandteile
des Holzes dauerhaft um. Das Ergebnis ist ein Holz, das `Holz-Zersetzern´
wie Pilzen und Insekten keinen Lebensraum und keine Nahrung bietet und
deshalb besonders lange haltbar bleibt. Das so behandelte Schnittholz
bekommt zusätzlich - je nach Verfahrensintensität und Holzart
in unterschiedlicher Prägnanz - eine attraktive dunkle Farbtönung,
die das komplette Material durchdringt.