Durch Brennwerttechnik
bei Heizöl läßt sich mit einem Öl-Brennwertgerät
sehr viel Energie und Geld sparen
Durch Anwendung
der Öl-Brennwerttechnik lassen sich im Vergleich zu konventionellen
Systemen mit üblichem Abgas-Wärmetauscher die Brennstoffmenge,
und damit die Kosten für Brennstoffe, und der Schadstoffausstoß
um mehr als 10 % reduzieren.
Zur Brennwertnutzung muß die Abgase aus der Verbrennung durch
Abkühlung unter den Abgastaupunkt zur Kondensation bringen, um
die dabei anfallende Abwärme nutzen zu können.
Vergleicht man die für die Brennwertnutzung relevanten Kenndaten
gebräuchlicher Brennstoffe, so bietet Erdgas das höchste Nutzungspotential,
da durch den hohen Wassergehalt im Abgas, den hohen Abgastaupunkt und
den hohen pH-Wert des Abgaskondensat die Nutzung der Brennwerttechnik
bei Verwendung dieses Brennstoffes einfach und äußerst effektiv
ist.
Brennwerttechnik bei Nutzung des Brennstoffs Heizöl EL ist dagegen
problematischer: das anfallende, aggressive Abgaskondensat greift selbst
Edelstahlwärmetauscher an, bedingt häufiges Reinigen und muss
anschließend aufwendig neutralisiert und entsorgt werden. Aus
diesen Gründen wurde auf die Nutzung von Brennwerttechnik bei Heizöl
EL bisher verzichtet.
Um auch für diese Bereiche Lösungen anbieten zu können
wurden von Loos in Zusammenarbeit mit Shell intensive Versuchsreihen
durchgeführt. Hierbei zeigte sich, dass bei Nutzung der Brennwerttechnik
und der Verwendung von schwefelarmen Heizöl eine ähnlich hohe
Verfügbarkeit erreicht werden kann wie bei Erdgas. Der geringe
Schwefelgehalt im Brennstoff begünstigt einen praktisch korrosionsfreien
Betrieb von kondensierenden Abgaswärmetauscher, so dass die Brennwerttechnik
auch bei schwefelarmen Heizöl genutzt werden kann.
Die Entschwefelung als zusätzlicher Verfahrensschritt der Herstellung
macht schwefelarmes Heizöl etwas teurer - jedoch werden die höheren
Brennstoffkosten durch den Wirkungsgrad-Gewinn und der damit verbundenen
Brennstoffeinsparung mehr als wettgemacht. Hinzu kommt, dass zukünftig
in verschiedenen Ländern der Steuersatz nach dem Schwefelgehalt
bemessen wird, was zu einer steuerlichen Begünstigung gegenüber
konventionellem Heizöl EL führt.
In den Versuchsreihen konnte ebenfalls festgestellt werden, dass durch
Zugabe von Performance-Additive die Verbrennungseigenschaften deutlich
beeinflusst werden konnten.