verschiedene
Heizungsanlagen im Vollkostenvergleich - überraschende Ergebnisse
bei Investitionskosten, Verbrauchskosten und Betriebskosten
Bei einem
Vollkostenvergleich werden unterschiedliche Heizungssysteme und Warmwasserbereitung-Systeme
beim Neubau eines Hauses miteinander verglichen, d.h. in der Altbausanierung
müssen ggfs. andere Parameter bzw. andere Gewichtungen der Parameter
angenommen werden.
Den Vollkostenvergleich bestimmen die drei Kostenarten Investitionskosten,
Verbrauchskosten und betriebsgebundene Kosten (Anschaffungskosten der
Geräte, Schornsteinbau, Gasanschluss, Erdbohrung bei Erdwärme-Heizung,
Stromkosten bei Wärmepumpen etc.).
Vorgenommen hat den Vollkostenvergleich die ASUE, die `Arbeitsgemeinschaft
für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V.´
. Sie ist ein Interessenverband zur Verbreitung und Weiterentwicklung
von sparsamen und umweltschonenden Erdgas-Anwendungen, ihr gehören
43 deutsche Unternehmen an, darunter viele namhafte Gasversorger, Energieversorger
und Stadtwerke (u.a. E.ON, RWE, Wingas, STEAG, Shell, Thüga, EVM,
Mainova, Gasag, MVV).
Demnach ist das Gas-Brennwertgerät, ausgeführt als Dachzentrale
(hier wird der Schornsteinbau eingespart), die preiswerteste Variante,
ein Haus zu beheizen, direkt gefolgt von dem Nahwärmeanschluß
an ein Blockheizkraftwerk (BHKW) in der direkten Nachbarschaft. Die
Luftwärmepumpe wurde bei dem Vollkostenvergleich nicht berücksichtigt,
aber mehrere Hersteller haben anhand der Kriterien der ASUE selbst nachgerechnet
und festgestellt, dass ihre Luft-Wasser-Wärmpumpe wohl Testsieger
geworden wäre, wenn auch nur knapp vor dem Gas-Brennwertgerät.
Interessanterweise landen bei dem Vergleich die Erdwärmepumpe /
Sole-Wasser-Wärmepumpe und die Pellet-Heizungen ganz am Ende, noch
hinter dem Flüssigas-Brennwertgerät und dem Heizöl-Brennwertgerät.
Inwieweit dieses Ergebnis tatsächlich objektiv ist, läßt
sich nicht 100%ig sagen, interessant und diskussionswürdig ist
das Ergebnis in jedem Fall.