Heizungs-Check
für Endverbraucher nach standardisiertes Verfahren entsprechend
DIN 4792
Etwa 60
Minuten soll der Heizung-Check dauern, mit dem nach einheitlichem Verfahren
(standardisiertes Verfahren nach DIN 4792) Deutschlands Heizungen bewertet
werden können - von Aachen bis Zwickau und Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen.
Für Hausbesitzer kann sich die Investition von ca. EU 100,- sehr
schnell bezahlt machen. Mit diesem Check mit festgelegten Maßstäben
und Messungen und daraus resultierender auch für den Endverbraucher
überzeugender Objektivität wird erstmals eine Gesamtbetrachtung
der Heizungsanlage vorgenommen.
Der Heizungs-Check
untersucht:
- Abgasverlust
(Wirkungsgrad der Verbrennung)
- Wärmeverlust
über Kesseloberfläche (Strahlungsverluste)
- Wärmeverlust
über das Abgassystem (Abgastemperatur)
- bei
Brennwertkessel-Nutzung: Grad der Nutzung der in den Abgasen enthaltenen
Wasserdampfwärme durch Kondensation (Rücklauftemperatur
-> je kühler, dest höher der Brennwert-Grad)
- Überdimensionierung
des Heizkessel (Verhältnis Heizungskessel zu tatsächlich
benötigtem Wärmebedarf des Gebäudes
- Heizungsregelung
(alles richtig auf Gebäude und Nutzerverhalten eingestellt?)
- hydraulischer
Abgleich: Systemabstimmung der Komponenten einer Heizungsanlage einschließlich
Rohrsysteme und Heizkörper (Einregulierung der Wassermassen in
den Versorgungssträngen und den Heizkörpern / Kreisen der
Fußbodenheizung auf den raumseitig benötigten Wärmebedarf)
- Überdimensionierung
der Heizungsumwälzpumpe (ungeregelte Pumpe - mehrstufige Pumpe
- elektronische Pumpe)
- Wärmedämmung
und Verlegung der Heizungsrohrleitungen (Verlegung in Außenwänden
- Alter und Zustand der Rohrdämmung)
- Regelungseinrichtung
der Heizkörper und Kreise der Fußbodenheizung (Raumtemperatur
regelndes Thermostat / Thermostatventile)
In einem
Feldversuch wurden in Hessen ca. 550 mindestens 10 Jahre alte Heizkessel
mit diesem neuen Verfahren getestet: bei nur 4 Anlagen gab es keine
Beanstandungen!
Häufigste Fehlerquellen waren schlecht eingestellte Ölbrenner
/ Gasbrenner, überdimensionierte Heizkessel, ungeregelte Heizungspumpen
und zu alte Thermostatventile an den Heizkörpern.
Sehr interssant:
Bei nur 33 der ca. 550 Heizungsanlagen wurden die zulässigen Abgas-Grenzwerte
überschritten. Dies ist der Wert auf den sich die allermeisten
Hausbesitzer verlassen, denn erst bei Überschreitung dieses Wertes
gibt es vom Bezirksschornsteinfeger den Hinweis, dass der Heizkessel
nicht mehr in Ordnung ist. Bis zu diesem Grenzwert ist laut Aussage
der meisten Schornsteinfeger die Anlage o.k.. Ein Trugschluss, wie es
sich auch anhand dieses Feldtests mal wieder zeigt! Und dabei treten
die Vertreter dieser Zunft immer häufiger auch als `Energieberater´
auf .