Neues Bohrverfahren
für Erdwärme-Wärmepumpen - Bohr-Vortrieb unabhängig
von der Bodenbeschaffenheit
Wasser
schneidet Felsen: Das `geoJETTING´-Verfahren von Vaillant für
die Wärmeversorgung einer Erdwärmepumpe (Sole-Wasser-Wärmepumpe)
schreckt auch vor Granit nicht zurück. Im rotierenden Bohrkopf
sorgen bis zu 6 Wasserdüsen und bis zu 1.000 bar Wasserdruck dafür,
dass der Bohr-Vortrieb abhängig von der Bodenbeschaffenheit bis
zu fünf Mal schneller als bei traditionellen Bohrverfahren durchgeführt
werden kann. Während bei herkömmlichen Erdbohrungen in erheblicher
Menge Bohrgut anfällt, wird der Boden bei geoJETTING nahezu vollständig
aufgelöst und mit dem Wasser in die Porenräume des Umgebungsgesteins
verdrängt. Der Wasserverbrauch ist mit rund 26 Litern pro Minute
vergleichsweise minimal.
Problematisch kann bei konventionellen Bohrverfahren auch der Einbau
der Erdwärmesonde sein, wenn dieser erst nach Entfernung der kompletten
Bohrvorrichtung aus dem Bohrloch erfolgen kann. Dadurch, dass das Bohrloch
dann offen und ohne Schutz stehen bleibt, kann ein partielles Zusammenfallen
nicht immer ausgeschlossen werden. Beim geoJETTING wird dagegen die
patentierte Bohrspitze durch das Bohrgestänge hindurch geborgen,
so dass die Erdsonde durch das noch im Boden befindliche Bohrgestänge
eingebracht und anschließend verpresst werden kann. Diese Vorgehensweise
soll nicht nur einen Arbeitsgang einsparen, sondern gleichzeitig durch
die optimale Positionierung der Erdsonde auch die bestmögliche
Effizienz bei der Nutzung von Erdwärme garantieren.
Ein Umsetzen des Bohrgerätes für die Erstellung mehrerer Bohrlöcher
beispielsweise kann entfallen, weil sich mit dem Verfahren auch Schrägbohrungen
realisieren lassen. Nach dem `geoSTAR-Prinzip´ lassen sich durch
den schwenkbaren Bohrarm und die große Kraft beim Vortrieb sternförmige
Bohrungen von einem gemeinsamen Verteilerschacht aus durchführen.
So können einerseits Nahwärmenetze für mehrere Haushalte
oder große Gebäudekomplexe effizient realisiert werden; andererseits
muss zum Beispiel bei kleinen Grundstücken im Baubestand das Bohrgerät
nicht in einem bereits angelegten Garten mehrfach versetzt werden, sondern
kann im Idealfall sogar von der Garageneinfahrt des Grundstückes
aus die erforderlichen Bohrungen ausführen.