Solarputz
als Fassadenputz: Hitzeschild und Wärmespeicher in der Hausfassade
plus passive Sonnenenergie-Gewinne
Das Besondere
an diesem Fassadenputz ist seine Fähigkeit, passive Sonnenenergie-Gewinne
erzielen zu können. Möglich machen sollen es eine Vielzahl
mikrofeiner Keramik-Hohlkugeln im Inneren des Solarputzes: Im Hochsommer
sorgen die winzigen Kügelchen dafür, dass einströmende
Hitze vom Haus ferngehalten wird - während sie im Winter dem Mauerwerk
benötigte Wärme zuführen. Im Vergleich zu Normalverputzung
lassen sich laut dem Hersteller Franken Maxit mit dem Solarputz durchschnittlich
10 Prozent Heizkosten einsparen. Aufgrund der besonderen Oberfläche
des Aussenputz werde zudem das Algenrisiko an Fassaden um bis zu 95
Prozent verringert.
In der Raumfahrt-Industrie werden mikroskopisch kleine Keramik-Hohlkugeln
bereits seit Jahren eingesetzt und sorgen für ausreichend Schutz
vor übermäßiger Hitzestrahlung. Zum anderen zeigen jahrelange
Erfahrungen mit Siliconharzformulierung, dass Feuchteschutz und Dampftransport
zu einer wesentlichen Reduktion der Wärmeströme führen.
Die Wirkung der mikrofeinen Keramik-Hohlkugeln hängt davon ab,
in welchem Winkel die Sonnenstrahlen auf das Gebäude treffen. Wenn
im Sommer die Sonne hoch steht, treffen die Sonnenstrahlen in einem
flachen Winkel auf die Fassade. Dann starten die Hohlkügelchen
ihren `Abwehr-Effekt´ und einströmende Wärme wird vom
Mauerwerk reflektiert. Im Winter, wenn die Sonne tief steht, läuft
es umgekehrt: Dann absorbieren die Kügelchen einströmende
Wärme und führen sie dem Mauerwerk zusätzlich zu. Möglich
wird dieser Effekt durch die Geometrie und die Beschaffenheit der winzigen
Keramik-Kugelpackungen, die je nach Sonneneinstrahlung diese unterschiedlichen
Wirkungen auslösen.
Ein weiterer wesentlicher Praxisnutzen von Solarputz soll in seiner
wirksamen Vorbeugung vor Algenbefall an der Fassade liegen. Seine Beschaffenheit
und Wirkungsweise sorge für eine trockene Wand-Oberfläche,
die Algen ihren Nährboden entzieht. Beim Solarputz handelt es sich
um einen mineralischen Oberputz auf Silikonharz-Basis - und somit um
ein hydrophobes Putzsystem. Dabei komme es nahezu ohne ökologisch
bedenkliche Algizide oder Fungizide aus. Die mikroporöse Oberfläche
des Solarputzes sei wasserabweisend und könne damit Tauwasser abperlen
lassen. Damit werde das Algenbefall-Risiko deutlich verkleinert. Die
Praxistests zeigen, dass Solarputz je nach Region bis zu 95 Prozent
weniger Algen- und Moosbefall an den Gebäuden zulässt.