Warmwasser-Wärmepumpe
im Keller als Alternative zur Solaranlage auf dem Dach?
Alternative
Warmwasserbereitung? In der Regel denkt man dabei an thermische Solaranlagen
auf dem Dach. Dabei gibt es eine deutlich einfachere Methode, Umweltenergie
zur Erwärmung des Brauchwasser zu nutzen: eine Warmwasser-Wärmepumpe.
Sie wird im Keller aufgestellt, die zentrale Warmwasserleitung vom vorhandenen
Heizkessel getrennt und an die Wärmepumpe angeschlossen - fertig.
Aus der warmen Kellerluft gewinnt die Wärmepumpe genug Energie,
um ständig 300 Liter bis zu 55° Celsius warmes Wasser bereitzustellen.
Im Keller herrschen auch im Winter Temperaturen, die völlig ausreichen,
eine Wärmepumpe für die Warmwasserbereitung mit der notwendigen
Energie zu versorgen. Einerseits wärmt das umgebende Erdreich,
welches durch die Sonnenenergie und Regenwasser `warm´ gehalten
wird. Andererseits sorgen verschiedenste Hausgeräte wie Waschmaschinen,
Trockner, Tiefkühltruhe oder auch der Heizkessel für Abwärme.
Diese Abwärme geht normalerweise verloren - eine Warmwasser-Wärmepumpe
(z.B. die WWK 300 von Stiebel Eltron) fängt sie ein. Die einfach
zu installierende Wärmepumpe saugt über einen Ventilator die
warme Luft an (rund 550 m³/h) und entzieht ihr die überschüssige
Energie, was den Keller um rund 2° bis 3° Celsius abkühlt.
Mit dieser gewonnenen Energie wird das Trinkwasser im integrierten 300-Liter-Warmwasserspeicher
auf bis zu 55° Celsius erwärmt.
Der Preis sowie die einfache Installation und Bedienung sind gute Gründe
für eine Warmwasser-Wärmepumpe. Die Anschaffung und die Installation
einer kompletten Solaranlage ist demgegenüber mit sehr viel höheren
Kosten und deutlichem Mehraufwand verbunden, zumal beim Betrieb einer
Solaranlage grundsätzlich eine zusätzliche Wärmeerzeugung
vorgehalten werden muss. Nicht so bei der Warmwasser-Wärmepumpe:
Hier kann der Heizkessel, der dann ausschließlich für die
Beheizung des Gebäudes zuständig ist, im Sommer komplett abgeschaltet
werden.
Vollwertige Wärmepumpen für die Heizung und das Warmwasser,
die einen Heizkessel ersetzen können und dabei die Wärme der
Umgebungsluft entziehen, lassen sich zwar auch im Keller installieren
(Stichwort: Wärmepumpe zur Innenaufstellung), die benötigte
Luft muss aber von außen angesaugt werden, denn `ausgewachsene´
Wärmepumpen bewegen erheblich mehr als 550 m³/h!