Das Heizöl
der Zukunft
Seit Anfang
2008 gewährleistet die Heizöl-Industrie die flächendeckende
Verfügbarkeit von schwefelarmem Heizöl und leisten damit einen
aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Beim Kauf der emissions- und geruchsarmen
Qualität zögern allerdings noch viele Kunden, da der Einkaufspreis
höher ist als der von Standard- und Premium-Heizöl. Ab 2009
soll sich der Preisabstand verringern, da schwefelarmes Heizöl
steuerlich bevorzugt wird. Aktuell bietet der Handel regulär Heizöl
in drei Qualitäten an, die sich durch Schwefelgehalt, Additivierung
und Preis unterscheiden:
· Bis Ende 2007 enthielt das gering additivierte Heizöl
EL Standard zwischen 50 und 2000 mg/kg Schwefel, seit Jahresbeginn sind
maximal 1000 mg/kg (~0,1%) erlaubt. Damit setzen sich die langjährigen
Bemühungen fort, den Schwefelgehalt im leichten Heizöl sukzessive
zu reduzieren.
· Gegenüber der Standard-Qualität werden dem Premium-Heizöl
beim Tankvorgang eine Reihe von Additiven zugeführt. Diese unterbinden
beispielsweise die Rußbildung im Heizkessel und fördern somit
einen effizienteren Wirkungsgrad des Heizöls.
· Mit der Überarbeitung der DIN 51 603,1 im Jahr 2003 existiert
offiziell eine dritte Qualität, das Heizöl EL schwefelarm:
Leichtes Heizöl gilt somit als schwefelarm, wenn der Schwefelgehalt
bei maximal 50 mg/kg (~0,005%) liegt.
Die Vorteile von schwefelarmem Heizöl liegen auf der Hand: Selbst
bei einem Wert von 1000 mg/kg Schwefel in HEL Standard sinkt der Ausstoß
von Schwefeldioxid um 95%, wenn alle Verbraucher mit der schwefelarmen
Qualität heizen. Bei einem Absatz von 5,5 Millionen Tonnen Heizöl
würden somit nur 275 t Schwefeldioxid pro Jahr in die Atmosphäre
gelangen (anstatt 5.500 t/Jahr). Weniger Schwefel bedeutet zugleich
weniger Ruß-Ablagerungen: Das Heizgerät wird geschont, der
Energieeinsatz noch effizienter und der Wartungsaufwand reduziert.
Der Mehrwert von schwefelarmem Heizöl für Umwelt und Verbraucher
ist eindeutig. Aus diesem Grund kann man den Verbrauchern nur empfehlen,
trotz des leicht höheren Einkaufspreises auf schwefelarmes Heizöl
umzusteigen, das in praktisch jedem Ölheizgerät und nicht
nur bei der Öl-Brennwert-Technik eingesetzt werden kann.
Bioheizöl kommt in dieser Aufstellung noch nicht vor, weil sich
dieses noch in der Entwicklung befindet.